Kritik: The Nice Guys

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Elf Jahre nach "Kiss Kiss Bang Bang" kehrt Autor und Regiseur Shane Black mit The Nice Guys wieder zu seinem lieblings Genre zurück, der oldschool Buddykomödie.

Nach dem Tod der Porno Darstellerin Missy Mountains werden Detektiv Holland March (Ryan Gosling) und der Schläger Jackson Healy (Russell Crowe) in den Fall hineingezogen. Das ungleiche Paar muss bald zusammen arbeiten und merkt bald, dass das Mitwirken an einem Porno tödliche Konsequenzen haben kann.

Der Film entführt uns in ein Los Angeles der 70er Jahre, das genauso bunt und verworren ist wie seine Story. Er ist voll gepackt mit schönen Details und überzeichneten Charakteren und wird so nie langweilig. Shane Black gelingt es hier immer wieder den Zuschauer zu überaschen und nimmt die Charaktere und ihre Geschichte ernst genug, um nicht in den Slapstick abzudriften.

Besonders lebt der Film von seiner erstklassigen Besetzung. Sowohl der Schläger Healy, der trotz seines Berufs immer ehrlich und sympatisch wirkt, als auch der verpeilte und unehrliche March werden von den beiden super getroffen.

Wirklich zusammen gehalten wird der Film für mich jedoch von Hollands Tochter Holly (Angourie Rice). Die 14 Jährige spielt dabei auf Augenhöhe mit Gosling und Crowe und ist für mich der eigentliche Star des Films. Ich bin mir sicher, dass wir Angourie Rice noch öfter sehen werden.

Wie im Genre üblich ist die Story recht verworren und tritt immer wieder in den Hintergrund. Es ist mehr eine aktionreiche und witzige Jagd bei der man gespannt ist wohin es die drei als nächstes verschlägt.

Letztlich habe ich schon lange nicht mehr im Kino so viel gelacht und mich so gut unterhalten gefühlt. Wer Shane Backs Filme Kiss Kiss Bang Bang oder Lethal Weapon mochte, dem kann ich The Nice Guys nur wärmstens empfehlen, es ist vielleicht sein bester. Über substanzlose Story muss man leider hinwegsehen können.